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What ROI Can Industry 4.0 Deliver for Paper Production?

Welche Rendite kann Industrie 4.0 in der Papierproduktion erzielen?

Dieser Fachartikel untersucht die Integration von ABB-Verteilsystemen mit Bently Nevada Schwingungs- und Wegsensoren zur Modernisierung von Papiermaschinen. Er quantifiziert Leistungsverbesserungen, darunter eine Reduzierung der Defekte um 21 %, eine Verringerung der Ausfallzeiten um 25 % und eine Energieeinsparung von 13 %. Eine Fallstudie einer Verpackungspapierlinie mit 300 TPD zeigt eine Verbesserung der Qualifikationsrate von 95,2 % auf 99,4 %, wobei die Blattbrüche von 4–6 pro Woche auf unter einen pro Monat zurückgingen. Der Autor gibt Einblicke in die Implementierung und zukünftige Trends, einschließlich Edge Computing und Integration digitaler Zwillinge.

Die versteckten Kosten herkömmlicher Steuerungssysteme für Papiermaschinen

Die moderne Papierproduktion basiert auf einem kontinuierlichen Betrieb, bei dem Papiermaschinen rund um die Uhr, sieben Tage die Woche laufen. Die meisten veralteten Fabrikautomatisierungssysteme beruhen jedoch auf statischen Parameterkonfigurationen, die sich nicht an mechanische Echtzeitvariationen anpassen können. Geringfügige Walzervibrationen und thermische Verformungen, die für Bediener praktisch nicht wahrnehmbar sind, führen häufig zu Papierbahnfehlern, die die Qualität des Endprodukts beeinträchtigen.

Branchenforschungen zeigen, dass 63 % der ungeplanten Ausfallzeiten in Papierfabriken auf mechanische Fehler zurückzuführen sind, die unbemerkt bleiben, bis sie zu kritischen Ausfällen eskalieren. Folglich greifen Bediener auf manuelle Nachjustierungsverfahren zurück, die typischerweise 8 % bis 12 % Ausschuss am Fertigprodukt pro Monat verursachen. Diese kumulierten unsichtbaren Verluste verringern stetig die Gesamtprofitabilität der Papierfabriken. Zudem fehlt es veralteten Steuerungsarchitekturen an der erforderlichen Datenvernetzung für eine echte Industrie-4.0-Konformität, was die Wettbewerbsfähigkeit der Werke beeinträchtigt.

Warum ABB DCS und Bently Nevada Hardware eine überlegene technische Kombination bilden

Erfolgreiche industrielle Automatisierungs-Upgrades erfordern sowohl stabile Prozesssteuerung als auch hochpräzise Sensorik. Das verteilte Steuerungssystem (DCS) von ABB fungiert als zentrale Verarbeitungseinheit für den Betrieb von Papierfabriken und bietet Reaktionszeiten von 0,1 Sekunden sowie eine robuste Störfestigkeit, die für raue Industrieumgebungen geeignet ist. Die TSI-Sensoren von Bently Nevada ergänzen diese Plattform, indem sie Mikrovibrationen und Verschiebungssignale erfassen, die weit unterhalb der menschlichen Wahrnehmungsschwelle liegen.

Diese Sensoren ermöglichen die kontinuierliche Online-Überwachung rotierender Anlagen, einschließlich Trockenzylinder und Walzensätze. Zusammen bilden diese beiden Marken einen vollständigen intelligenten Steuerungsregelkreis, der die gesamte Produktionslinie abdeckt. Diese Synergie behebt den grundlegenden Nachteil von eigenständigen DCS-Upgrades: Überlegene Steuerungslogik kann schlechte Eingangsdaten nicht kompensieren.

Intelligente Regelung im geschlossenen Regelkreis: Von reaktiver Korrektur zu vorausschauendem Handeln

Die intelligente Regelungslogik arbeitet durch kontinuierliche Datenerfassung von strategisch an Papiermaschinenwalzen und Trocknerabschnitten platzierten Sensoren. Wichtige überwachte Parameter sind axiale Verschiebungstrends und hochfrequente Vibrationsspektren. Das ABB DCS analysiert diese Datenströme mit integrierten industriellen Steuerungsalgorithmen und passt automatisch Trocknungstemperaturprofile sowie Bahnspannungs-Sollwerte an, ohne dass menschliches Eingreifen erforderlich ist.

Das System verfügt somit über Vorhersagefähigkeiten und korrigiert Fehler nicht erst passiv, nachdem sie sich manifestiert haben. Diese aktive Steuerungsmethode stabilisiert grundlegend die Qualität der Papierbahnformation. In der Praxis sorgt die Regelkreisreaktion dafür, dass mechanische Abweichungen ausgeglichen werden, bevor sie die Eigenschaften des Papiers beeinflussen – ein bedeutender Fortschritt gegenüber herkömmlichen reaktiven Ansätzen.

Quantifizierbare finanzielle Erträge durch digitale Transformation

Professionelle Industriedaten belegen die messbaren Vorteile dieses integrierten Ansatzes. Papierfabriken, die die kombinierte ABB DCS- und Bently Nevada-Lösung einsetzen, erzielen typischerweise eine jährliche Reduktion der Papierfehlerquote um bis zu 21 %. Ungeplante Ausfallzeiten der Anlagen verringern sich im Vergleich zu Altsystemen um 25 %, was die Produktionsleistung direkt verbessert.

Darüber hinaus reduziert die präzise Temperaturregelung den Energieverbrauch beim Trocknen um 13 % und trägt so zu Nachhaltigkeitszielen bei. Die vorausschauende Wartungsfunktionalität, ermöglicht durch kontinuierliche Vibrationsüberwachung, spart etwa 20 % der jährlichen Reparaturkosten, indem sie von zeitbasierten auf zustandsbasierte Wartungsstrategien umstellt. Für eine mittelgroße Papierfabrik summieren sich diese Einsparungen auf über 138.000 US-Dollar jährlich bei den Gesamtkosten. Diese Zahlen unterstreichen, dass Investitionen in intelligente Steuerungssysteme eine schnelle Amortisation bieten und gleichzeitig Ertrag und wirtschaftliche Gesamtleistung verbessern.

Praxisbeispiel: Upgrade einer Verpackungspapierlinie mit 300 t/Tag

Ein regional führendes Papierunternehmen führte 2025 eine vollständige intelligente Modernisierung seiner Hochgeschwindigkeits-Verpackungspapiermaschine mit einer Kapazität von 300 Tonnen pro Tag durch. Das Projekt ersetzte die traditionelle, auf SPS basierende verteilte Steuerungsarchitektur durch eine einheitliche ABB DCS-Plattform, ergänzt durch 48 Bently Nevada Vibrations- und Verschiebungssensoren an kritischen rotierenden Baugruppen.

Vor dem Upgrade kam es in der Produktionslinie wöchentlich zu vier bis sechs Blattbrüchen, was die Betriebseffizienz stark beeinträchtigte. Nach der Integration sank die Häufigkeit der Blattbrüche innerhalb von vier Monaten auf weniger als einmal pro Monat. Die Produktqualifikationsrate verbesserte sich von 95,2 % auf 99,4 %, was einen erheblichen Qualitätsgewinn darstellt.

Zusätzlich verhinderte das Online-Überwachungssystem erfolgreich katastrophale Walzenausfälle, die historisch zu umfangreichen Produktionsunterbrechungen führten. Dieser proaktive Schutz vermeidet potenzielle Papierverluste von über 220 Tonnen jährlich – eine beträchtliche Menge für eine einzelne Produktionslinie. Die Fabrik berichtete außerdem, dass die Temperaturgleichmäßigkeit im Trocknerabschnitt um 18 % verbessert wurde, was direkt zu gleichmäßigeren Feuchteprofilen über die Bahnbreite beiträgt.

Perspektive des Autors: Sensorinkongruenz untergräbt den Erfolg von DCS-Upgrades

Basierend auf fünfzehn Jahren praktischer Erfahrung in der Umsetzung industrieller Automatisierungsprojekte vollzieht sich die Automatisierung in der Papierherstellung eindeutig vom passiven hin zum vorausschauenden Steuerungsparadigma. Viele Hersteller konzentrieren sich jedoch ausschließlich auf die Aktualisierung der DCS-Systeme und vernachlässigen dabei die Sensorendgeräte, was eine kritische Diskrepanz schafft, die die Gesamtleistung beeinträchtigt. Diese Fehlanpassung verringert die Datenqualität und mindert die Effektivität der Steuerungsausführung.

Daher stellt hochwertiges, aufeinander abgestimmtes Sensor-Equipment die wesentliche Voraussetzung für intelligente Modernisierungsinitiativen dar. Die Kombination aus ABB DCS und Bently Nevada hat sich in zahlreichen Papierfabriken industriell bewährt und bietet ein ausgewogenes Verhältnis von Systemstabilität, Steuerungspräzision und Projektkosten. Meiner Einschätzung nach repräsentiert diese Kombination den derzeit kosteneffizientesten Weg zur Industrie-4.0-Transformation für heimische Papierfabriken.

Zukünftige Entwicklung: Edge Computing und Integration digitaler Zwillinge

Fabrikautomatisierung wird in naher Zukunft zunehmend Edge-Computing- und Digital-Twin-Technologien integrieren. Next-Generation-DCS-Plattformen werden eine adaptive, intelligente Optimierung des gesamten Prozesses ermöglichen, indem sie aus historischen Daten lernen und Steuerungsparameter automatisch verfeinern. Hochpräzise Sensordaten unterstützen ein vollständiges Lifecycle-Management der Anlagen, ermöglichen die Prognose von Verschleißtrends und die Optimierung von Austauschplänen.

Darüber hinaus gewährleisten einheitliche Datenschnittstellen die nahtlose Vernetzung mit MES- und ERP-Systemen und schaffen eine vertikal integrierte Informationsarchitektur. Diese Grundlage bildet die technische Voraussetzung für vollständig autonome, intelligente Papierfabriken. Das integrierte ABB-Bently-Konzept ist gut positioniert, um zum branchenweiten Standard zu werden und einen skalierbaren Weg zur autonomen Fertigung zu bieten.

Lösungsszenarien für intelligente Steuerung in Papierfabriken

Szenario 1: Hochgeschwindigkeits-Kraftpapierproduktion – Kontinuierliche Überwachung der Walzervibrationen im Pressabschnitt und der thermischen Ausdehnung der Trockenzylinder gewährleistet eine gleichmäßige Steuerung von Flächengewicht und Feuchteprofil. Eine asiatische Fabrik erzielte innerhalb von drei Monaten nach Inbetriebnahme eine Reduktion der Bahnbrüche um 16 %.

Szenario 2: Zellstoffpapierherstellung – Präzise Regelung von Nip-Druck und Temperatur, ermöglicht durch geschlossenen Sensor-Feedback-Regelkreis, verbessert Weichheit und Volumen bei gleichzeitig reduziertem Energieverbrauch. Ein europäischer Zellstoffproduzent berichtete von 11 % Energieeinsparung und 8 % Verbesserung der Volumenweichheitskennwerte.

Szenario 3: Karton- und Verpackungspapierfabriken – Multivariable Koordination zwischen Trocknerabschnitten und Wickelantrieben minimiert Bahnbrüche und optimiert die Qualität der Fertigrollen. Eine nordamerikanische Kartonfabrik dokumentierte nach dem integrierten Upgrade 23 % weniger Kundenbeschwerden bezüglich Härteschwankungen der Rollen.

Verfasst von Gu Jinghong, Ingenieur für industrielle Automatisierung mit Schwerpunkt auf SPS- und DCS-Lösungen für Öl-, Gas- und Chemieindustrie.

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