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How to Break Down PLC and DCS Silos?

Wie man PLC- und DCS-Silos aufbricht?

Getrennte PLC-, DCS-, TSI- und Stromversorgungssysteme verursachen einen Effizienzverlust von 29 % und jährliche Verluste von 128.000 $ pro Werk. Dieser Artikel stellt durchgängige Nachrüstlösungen mit OPC UA Edge-Gateways und ISA-95-Architektur vor. Praxisbeispiele: Fehlerdiagnose von 42 auf 9 Minuten verkürzt, 53 % Kosteneinsparungen gegenüber vollständigem Austausch. 15 Jahre praktische Erfahrung inklusive.

Praxisnachweise für die Fragmentierung von Steuerungssystemen in modernen Fabriken

Unser Team hat 92 Fertigungsstandorte in den Bereichen Energie, Chemie und Maschinenbau geprüft. 87 Prozent dieser Anlagen betreiben mindestens drei unabhängige Steuerungssysteme. Jeder Anbieter verwendet exklusive Protokolle ohne nativen geräteübergreifenden Datenaustausch. Bediener müssen für tägliche Routinekontrollen zwischen vier und sieben Bildschirmen wechseln.

Die Silos der Steuerungssysteme sind keine Hardwarefehler, sondern strukturelle Designmängel. Diese isolierten Systeme verringern die Gesamteffizienz der Anlagen im Durchschnitt um fast 29 Prozent.

Quantifizierte Verluste durch getrennte industrielle Automatisierungssysteme

Getrennte DCS- und PLC-Systeme verlängern direkt ungeplante Ausfallzeiten der Anlagen. Die Fehlerdiagnosezeit steigt ohne synchronisierte Betriebsdaten um 62 Prozent. Zudem können isolierte TSI-Einheiten Schwingungsdaten nicht mit dem Produktionsstatus verknüpfen. Dadurch besteht bei kritischen rotierenden Maschinen ein um 35 Prozent höheres Risiko plötzlicher Ausfälle.

Finanzielle Verluste entgehen oft der Managementaufmerksamkeit. Unsere Statistik zeigt einen durchschnittlichen Jahresverlust von 128.000 US-Dollar pro mittelgroßer Anlage. Laut IEC 62443-4-2 erhöhen segmentierte OT-Netzwerke zudem das Risiko von Cyberangriffen.

Warum traditionelle Integrationsprojekte nach dem One-Size-Fits-All-Prinzip immer wieder scheitern

Frühere Automatisierungsintegrationsprojekte setzten auf direkte serielle Schnittstellenverbindungen. Diese Methode unterstützt keine Echtzeitdatenübertragung für Hochgeschwindigkeits-Produktionslinien. Außerdem bauen viele Projekte Schaltschränke komplett neu auf, um eine vollständige Datenvereinheitlichung zu erreichen. Solche Überholungen erzwingen fünf bis sieben Tage vollständigen Anlagenstillstand.

Aus meiner Projekterfahrung resultieren 41 Prozent der Integrationsfehler aus unvernünftigen Nachrüstmodi. Hersteller verwechseln oft Datenvernetzung mit vollständigem Hardwareaustausch.

Ein risikoarmer, kostengünstiger Fahrplan für unterbrechungsfreie Datenvernetzungs-Nachrüstungen

Wir schlagen ein dreistufiges, unterbrechungsfreies Nachrüstkonzept für bestehende Fabrikautomatisierungssysteme vor.

Erstens: Einsatz verteilter Edge-Gateways zur Protokollanpassung ohne Produktionsunterbrechung. Diese Gateways wandeln Profinet-, Modbus- und herstellerspezifische Protokolle in standardisiertes OPC UA um. Zweitens: Aufbau einer geschichteten Datenübertragungsarchitektur gemäß ISA-95. Wir trennen Feldsteuerung, Produktionsüberwachung und Unternehmensmanagement. Drittens: Einspeisung von TSI-Schwingungsdaten und Stromschutzalarmen in eine einheitliche Plattform.

So laufen alle PLC-Logikdaten und DCS-Prozessdaten auf einem einzigen industriellen Dashboard zusammen.

Technische Einblicke des Autors – Drei häufige Fehleinschätzungen bei Industrie 4.0-Nachrüstungen

Basierend auf 15 Jahren globaler Automatisierungsprojekte hebe ich drei häufige Fehleinschätzungen hervor.

Erster Fehler: Unternehmen priorisieren den IT-Cloud-Aufbau, bevor sie OT-Datensilos beheben. Cloud-Plattformen schaffen ohne vollständige und genaue Steuerungsdaten der unteren Ebene keinen Mehrwert.

Zweiter Fehler: Öffnung aller OT-Daten für das IT-Netzwerk ohne Isolationsschutz. Dadurch sind zentrale PLC- und DCS-Systeme externen Cyberangriffen ausgesetzt.

Dritter Fehler: Vernachlässigung der Zeitstempelsynchronisation aller vor Ort eingesetzten Steuergeräte. Unsynchronisierte Daten führen bei Anlagenstörungen zu falschen Fehleranalysen.

Mein zentraler Vorschlag: Beheben Sie zuerst die OT-Datensilos vor Ort, bevor Sie digitale Systeme der oberen Ebene aufbauen.

Zwei praxisnahe Anwendungsfälle mit messbaren Daten

Fall 1 – Stromschutz und TSI-Vernetzung in einem Wärmekraftwerk

Projekt-Hintergrund: Ein 600-MW-Wärmekraftwerk betrieb unabhängige Stromschutzgeräte und TSI-Systeme. Das Wartungspersonal benötigte zwei separate Plattformen zur Überwachung des Generatorbetriebs.

Nachrüstmaßnahmen: Wir setzten acht OPC UA Edge-Gateways zur Protokollumwandlung ein. Originale ABB-Stromschutzmodule und TSI-Schwingungsmonitore wurden nicht ersetzt.

Messbare Ergebnisse: Die Fehlerdiagnosezeit des Generators sank von 42 auf 9 Minuten (79 % Verbesserung). Der tägliche Inspektionsaufwand reduzierte sich um zwei Vollzeitkräfte, was jährlich 4.200 Arbeitsstunden spart. Das Risiko ungeplanter Stillstände sank nach vollständiger Datensynchronisation um 47 Prozent.

Fall 2 – PLC- und DCS-Systemintegration in einer Feinchemiefabrik

Projekt-Hintergrund: Die Chemiefabrik nutzte Siemens DCS für Hauptprozesse und Mitsubishi PLC für Hilfseinheiten. Zwischen den Systemen gab es keinen Datenaustausch, was häufige Fehler bei der Rohstoffzufuhr mit einer monatlichen Fehlerquote von 3,1 % verursachte.

Nachrüstmaßnahmen: Wir setzten passive Protokollerfassung ein, um die ursprüngliche Steuerungslogik nicht zu beeinträchtigen. Die Datenübertragung erfolgte ein- und zweiseitig klassifiziert, je nach Sicherheitsanforderungen der Produktion.

Messbare Ergebnisse: Die Fehlerquote bei der Rohstoffzufuhr sank von 3,1 auf 0,2 Prozent monatlich (93 % Reduktion). Die Gesamteffizienz der Produktionslinie verbesserte sich um 22,6 Prozent. Die Gesamtkosten der Nachrüstung lagen 53 Prozent unter denen eines vollständigen Steuerungssystemaustauschs, was direkten Einsparungen von 187.000 US-Dollar entspricht.

Zukünftige Trends – Next-Generation-Vernetzungstechnologie für die Fabrikautomatisierung

OPC UA über TSN wird in hochpräzisen Automatisierungsszenarien traditionelle Feldbusse ersetzen. Edge-KI wird Echtzeit-Fehlervorhersagen in einheitliche Steuerungsdatenplattformen integrieren. Innerhalb von fünf Jahren werden nativ interoperable PLC- und DCS-Produkte zum Mainstream. Dadurch wird die Nachrüstung der Datenvernetzung in späten Phasen deutlich abnehmen. Zukünftige Smart Factories ermöglichen Plug-and-Play-Zugriff für alle vor Ort eingesetzten Automatisierungshardware.

Verfasst von Gu Jinghong, Industrieautomatisierungsingenieur mit Schwerpunkt auf PLC- und DCS-Lösungen für Öl-, Gas- und Chemieindustrie.

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